Nur biologische Frauen sind Frauen. Eine banale Feststellung, die allerdings im globalen Westen keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Die Tatsache etwa, dass es nur zwei Geschlechter gibt, wurde erst kürzlich in die ungarische Verfassung aufgenommen. Das ist kein Triumph der Vernunft, sondern eine Bankrotterklärung: Verfassungen sind nicht dazu da, wissenschaftliche Selbstverständlichkeiten politisch festschreiben zu müssen, um sie vor dem Zugriff von Ideologen zu schützen. Werden Verfassungen irgendwann für die Schwerkraft einstehen müssen, oder dafür, dass die Erde keine Scheibe ist? Derartige politische Entscheidungen dokumentieren also vor allem die Macht, die Gender- und Translobby mittlerweile entfalten.
Einen herben Schlag jedoch mussten eben diese ideologischen Kräfte heute im Vereinigten Königreich hinnehmen: Im Vorzeigeland jeglicher Identitätspolitik haben die Richter des Supreme Court den Verfechtern biologischer Realitäten nun zumindest einen Etappensieg beschert. Die Initiative For Women Scotland hatte gegen die schottische Regierung geklagt. Die interpretierte den Equality Act von 2010, das britische Gleichstellungsgesetz (wörtlich: Gleichheitsgesetz), so, dass Schutz und Maßnahmen, die Frauen zugutekommen sollen, auch Transfrauen zustehen müssten.
Gerade in Schottland hatten zum Beispiel mehrere Fälle Aufsehen erregt, in denen Männer, die sich zur Frau erklärten, dementsprechend in Frauengefängnissen untergebracht werden sollten oder untergebracht wurden; darunter auch Sexualstraftäter.
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