Korruptions-Skandal in der Ukraine weitet sich aus: Fahndung nach Vize-Ministerpräsident

vor 8 Monaten

Korruptions-Skandal in der Ukraine weitet sich aus: Fahndung nach Vize-Ministerpräsident
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Die Antikorruptionsbehörden der Ukraine erhöhen den Druck: Am Freitag teilte das Nationale Antikorruptionsbüro NABU mit, dass es einen offiziellen Antrag auf die Verhaftung des ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten Oleksij Tschernyschow gestellt hat.

Der Politiker, der seit Jahren zu den einflussreichsten Figuren im Umfeld der Regierung gezählt wurde, schweigt bislang zu den Vorwürfen – er sei aktuell auf Dienstreise in der EU. Dort trat Tschernyschow übrigens erst im Juni dieses Jahres mit Österreichs EU-Kommissar Magnus Brunner (ÖVP) im Hauptquartier der EU-Kommission in Brüssel auf, auch vertrat der ukrainische Vize-Ministerpräsident den ukrainischen Präsidenten Woloymyr Selenskyj bei offiziellen Terminen mit Ex-Kanzler Olaf Scholz (SPD).

Bereits am 11. November war Tschernyschow wegen illegaler Bereicherung im Zusammenhang mit einem umfangreichen Korruptionsnetzwerk bei der staatlichen Atomenergiegesellschaft Energoatom angeklagt worden. Insgesamt wurden acht Personen beschuldigt, darunter auch Timur Minditsch, ein langjähriger Vertrauter von Präsident Wolodymyr Selenskyj, der laut Ermittlern als Drahtzieher agiert haben soll. Minditsch soll sich nach Israel abgesetzt haben, er könnte aber auch in Österreich Bekannte haben, die ihn weiter unterstützen.

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