Der Spiegel ist dem Phänomen Donald Trump auf der Spur. Sozialpsychologin Simone Schnall analysiert im Interview mit dem Magazin: „Manche Menschen sehen in dem Präsidenten eine Art Messias.“
Während der ersten Präsidentschaft Trumps untersuchte Schnall, warum Menschen trotz ausbleibender Steuerentlastungen an ihrer Begeisterung für den Präsidenten festhielten. Sie schlussfolgert: „Wenn ich aufgrund meiner Einstellung etwas tue, zum Beispiel einen bestimmten Politiker wähle, kann ich meine Handlung später nicht mehr korrigieren. Erreicht mich dann eine Information, die meiner Überzeugung widerspricht, tendiere ich dazu, meine Überzeugung zu ändern, statt meine Handlung zu hinterfragen.“ Ein faszinierender, irrationaler Mechanismus, der linke Medien fasziniert – aber regelmäßig nur dann, wenn „Rechte“ an der Macht sind.
Geht es hingegen um die eigenen Hoffnungsträger, dann schrecken linke Medien nicht vor grenzenloser Heroisierung zurück: Als „Erlöserin“ bezeichnete der Stern die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris im US-Wahlkampf und bildete sie auf dem Cover als Freiheitsstatue ab. Immerhin stellte er ein Fragezeichen dahinter. Auch das Ärzte-Magazin medscape untersucht „Das Psychogramm politischer Narzissten“: „Krankhafte oder zumindest sehr ausgeprägte Narzissten sollen in der Politik relativ häufig sein. Dazu gezählt werden zum Beispiel Boris Johnson, Silvio Berlusconi, Napoleon, Kaiser Wilhelm II., Richard Nixon und auch der Sonnenkönig Ludwig XIV.“ Hier sucht man linke Politiker ebenfalls vergeblich.
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