Nicht nur „Merkel-Lego“, Absperrungen und Sicherheitspersonal trüben die Weihnachtsmarkt-Stimmung. Palästinensische Aktivisten haben Adventmärkte in ganz Europa im Visier und sorgen mit Rauchbomben, Flaggen und Geschrei für ein beklemmendes Gefühl.
Weihnachtsmärkte sind wie Kirchen, Cafés, Denkmäler, Opern- oder Theaterhäuser und Karnevalsumzüge aus dem europäischen Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Seit dem späten Mittelalter bringen die Christkindlmärkte – so nennt man die Dezember-Stände in Österreich – mit ihrem bunten Lichterglanz, den Weihnachtsklassikern wie „Jingle Bells“, rustikalen Holzhütten, dampfendem Punsch, dem Duft nach gebrannten Mandeln und Zuckerwatte, nicht nur Kinderaugen zum Leuchten. Zu den ältesten ihrer Art gehören der Christkindlmarkt am Wiener Rathausplatz, der Bautzner Wenzelsmarkt oder der Dresdner Striezelmarkt.
Der Bautzener Wenzelsmarkt ist einer der ältesten Weihnachtsmärkte der Welt.
Doch die adventliche Tradition, die eigentlich Ausdruck der Vorfreude auf das Weihnachtsfest ist, wird nicht nur von Betonklötzen und Pollern gestört. Pro-palästinensische Demonstranten haben es auf die christlich konnotierten Weihnachtsmärkte abgesehen – und zerstören den adventlichen Frieden. Die oft mit Palästina-Flaggen ausgestatteten Randalierer brüllen Parolen, drehen laut arabische Musik auf oder zünden Rauchbomben mitten unter den Besuchern der Weihnachtsmärkte von Toulouse bis Wien.
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