Der österreichische „Plagiatsjäger“ Stefan Weber will dem juristischen Druck nicht nachgeben: Die SPD-Richterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf fordert von ihm, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen – das lehnt Weber ab.
Weber wirft Brosius-Gersdorf in Bezug auf ihre Dissertation vor, wissenschaftlich nicht einwandfrei gearbeitet zu haben. Er hatte zahlreiche textliche Übereinstimmungen zwischen ihrer Arbeit und der Dissertation ihres Ehemanns gefunden. Um klassische Plagiate gehe es dabei nicht, vielmehr erhebt Weber den Verdacht, ihr Mann könne als Ghostwriter fungiert haben. In ihrer Dissertation dankt Brosius-Gersdorf ihrem Mann für seine „unermessliche Hilfe“.
Über seinen Rechtsbeistand, die Kanzlei Höcker, ließ Weber mitteilen, seine Untersuchungsergebnisse hätten „nichts mit einer angeblichen ‚Kampagne‘ gegen ihre Person zu tun, sondern beruhen ausschließlich auf Wissenschaft und Empirie“, wie es in einer Pressemitteilung der Kanzlei Höcker heißt.
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