Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat eine Untersuchung gegen seinen Gründer Klaus Schwab eingeleitet. Vorausgegangen war ein anonymer Whistleblower-Brief, der dem Vorstand der Organisation vorliegt. In dem Schreiben werden Schwab und seiner Ehefrau Hilde finanzielle sowie ethische Verfehlungen vorgeworfen.
Der Brief, laut Forum angeblich verfasst von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, wirft dem Ehepaar Schwab vor, private Interessen mit Ressourcen des Forums vermischt zu haben. Unter anderem soll Klaus Schwab Mitarbeiter angewiesen haben, größere Bargeldbeträge an Geldautomaten abzuheben und Forumsmittel für private Massagen auf Hotelzimmern verwendet zu haben. Hilde Schwab, ehemalige Mitarbeiterin des Forums, soll angeblich fingierte Termine angesetzt haben, um private Reisen über die Organisation abzurechnen, wie das Wall Street Journal berichtete. Beide weisen diese Vorwürfe zurück.
Auch die Nutzung der vom Forum erworbenen Immobilie „Villa Mundi“ wird thematisiert. Teile des Gebäudes sollen laut dem Schreiben für die private Nutzung der Familie Schwab reserviert gewesen sein. Der Sprecher des Ehepaars erklärte dazu, die Immobilie sei ausschließlich für offizielle Zwecke genutzt worden. Die Renovierung sei wegen des schlechten Zustands erforderlich gewesen und habe den Wert der Immobilie gesteigert. Der Brief enthält darüber hinaus Hinweise auf angeblich langjährige Probleme in der Führungskultur, darunter der Umgang Schwabs mit weiblichen Mitarbeitern.
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