Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, spricht sich in der Debatte um die Wehrpflicht für eine allgemeine Musterung aller jungen Männer aus. „Wenn wir unsere Verteidigungsfähigkeit ernst nehmen, führt kein Weg an einer flächendeckenden Musterung vorbei“, sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post. Nur so könne ermittelt werden, über welches personelle Potenzial Deutschland im Ernstfall verfüge.
Röwekamp erklärte weiter, dass im Anschluss entschieden werden müsse, wer tatsächlich Dienst leistet. „Wenn wir unsere Truppenstärke auf 260.000 erhöhen wollen, reicht es nicht, nur zu wissen, wer tauglich ist – wir müssen auch festlegen, nach welchen Kriterien eingezogen wird.“ Denkbar seien ein Losverfahren, eine differenzierte Tauglichkeitsbewertung oder Bedarfsprofile, die sich an den Anforderungen der Streitkräfte orientieren.
Bereits zu Wochenbeginn hatte Röwekamp einen ähnlichen Vorstoß des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Carsten Breuer, unterstützt. Breuer hatte erklärt, militärisch sei es entscheidend, „dass jeweils der gesamte Jahrgang gemustert wird“. Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius befürwortet eine solche Regelung.
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