In der Linkspartei eskaliert der Streit um Antisemitismus. Nach dem Beschluss zur „Ablehnung des Zionismus“ der Linken Niedersachsen werfen nun 200 Parteimitglieder Gregor Gysi in einem Brief „Rassismus“ vor – weil er Antisemitismus von Migranten benannte.
Es war eine simple Aussage, die Gregor Gysi im Interview mit dem Focus tätigte. Die antisemitischen und antiisraelischen Strömungen in der Linkspartei wären seiner Ansicht nach „deshalb gefährlicher geworden, weil viel mehr Menschen mit Migrationshintergrund und auch mit spezifischem Migrationshintergrund in unsere Partei gekommen sind, was ich eigentlich sehr begrüße.“
Und weiter: „Aber Sie bringen eben Sichten auf Israel mit, die zum Teil falsch sind, und dagegen werde ich mich immer wehren und eine bestimmte Grenze darf nicht überschritten werden.“
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