ZF prüft Zerschlagung der Antriebssparte: Abwärtsspirale in der Zulieferindustrie verschärft sich

vor etwa 1 Jahr

ZF prüft Zerschlagung der Antriebssparte: Abwärtsspirale in der Zulieferindustrie verschärft sich
Bildquelle: Apollo News

Die deutsche Automobilindustrie stürzt immer tiefer in den Abgrund. Besonders stark betroffen sind die Zulieferbetriebe, die eng mit den Geschäften der Autobauer verknüpft sind. Symbolhaft für die angespannte Lage steht ZF Friedrichshafen: Der zweitgrößte Zulieferer Deutschlands war finanziell bereits seit längerer Zeit stark unter Druck geraten. Nun folgt eine umfassende Konzernumstrukturierung. Im Mittelpunkt steht dabei das Antriebsgeschäft, das einen wesentlichen Teil des Gesamtumsatzes ausmacht.

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, steht bei ZF Friedrichshafen sogar nicht nur ein Umbau bevor – auch ein vollständiger Rückzug aus dem Antriebsbereich wird intern in Erwägung gezogen. Insider sprechen dabei von einem möglichen „Carve-out‟. Dieses Modell sieht vor, dass die Sparte „Electrified Powertrain Technology“, intern als Division E bekannt, aus dem Konzern herausgelöst wird. Ziel einer solchen Maßnahme wäre es, neue Kooperationspartner zu gewinnen. Zwar wäre grundsätzlich auch ein Verkauf denkbar, doch gilt dieser Schritt innerhalb des Unternehmens aktuell nicht als bevorzugte Option.

Betroffen von diesem Szenario wären mehr als 32.000 Mitarbeiter – das Umsatzvolumen der Division liegt bei rund 11,5 Milliarden Euro. Damit entfällt etwa ein Viertel des Gesamtumsatzes von ZF auf diesen Bereich. Allein in Deutschland ist die Sparte an zwölf Standorten präsent, darunter auch am Hauptsitz in Friedrichshafen.

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