Eine linke Kommunalpolitikerin im belgischen Migrantenviertel Molenbeek hat Kritiker des Kopftuchs in öffentlichen Ämtern attackiert und ihnen jetzt geraten: „Ziehen Sie doch anderswohin, verschwinden Sie“ – es gäbe schließlich viele andere Stadtviertel.
In Belgien hat eine Äußerung der sozialdemokratischen Gemeinderätin Saliha Raiss (Vooruit) aus der Brüsseler Gemeinde Molenbeek für heftige Reaktionen gesorgt. Während einer Befragung im Rahmen einer Gemeinderatssitzung wandte sich Raiss, die als Kind von Einwanderern in Molenbeek aufgewachsen ist und selbst einen Hijab trägt, gegen Forderungen nach einem Verbot religiöser Symbole im öffentlichen Dienst.
Wörtlich sagte sie: „Wenn wir so viel stören, wenn man uns nicht mehr sehen will, möchte ich sagen: Die Region umfasst 19 Gemeinden; wenn es in Molenbeek anscheinend so unerträglich ist, ziehen Sie doch anderswohin, verschwinden Sie.“
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