Die Schreckensmeldungen aus der deutschen Automobilindustrie reißen nicht ab: Einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) zufolge haben Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz im dritten Quartal so wenig verdient wie zuletzt während der globalen Finanzkrise. Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung: Umsatz und Neuzulassungszahlen der Hersteller blieben im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr stabil.
Wirft man einen Blick auf die Gewinne, wird das Ausmaß der Krise deutlich. Das EBIT der Hersteller, also ihr Gewinn vor Zinsen und Steuern, brach binnen Jahresfrist um mehr als drei Viertel (76 Prozent) auf insgesamt nur noch rund 1,7 Milliarden Euro ein. Damit wurde der niedrigste Wert seit dem dritten Quartal 2009 erreicht.
Der Premiumhersteller Porsche, der in der Statistik nicht berücksichtigt wurde, hätte das Ergebnis mit seinen Zahlen noch weiter nach unten gedrückt. Die VW-Tochter schrieb im dritten Quartal sogar rote Zahlen: In den Monaten Juli bis September entstand ein operativer Verlust von rund 966 Millionen Euro.
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