Zum ersten Mal packt ein ZDF-Reporter vor Parlamentsausschuss über die Machenschaften des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus

vor 9 Monaten

Zum ersten Mal packt ein ZDF-Reporter vor Parlamentsausschuss über die Machenschaften des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus
Bildquelle: NiUS

So kritisch wie ZDF-Frontal-Redakteur Andreas Halbach sprechen Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sonst nur über bürgerlich-konservative Politik im Land - aber nicht über den eigenen Laden! Bei einer Anhörung von Sachverständigen im Kulturausschuss des Landtages in Nordrhein-Westfalen bemängelte er nicht nur die fehlenden Kritikmöglichkeiten innerhalb der Sender, sondern berichtete auch von unterdrückter Berichterstattung und von sogar Einschüchterungsversuchen gegen langjährige Mitarbeiter.

„Ja, die gibt’s“, sagt Halbach, als er in der Anhörung gefragt wird, ob es denn bei interner Kritik tatsächlich Einschüchterungsversuche innerhalb der Sender gebe. „Ich habe Fälle recherchiert im WDR und im ZDF. Der Kollege hat intern Kritik geübt und hat nach 23-jähriger Mitarbeit die fristlose Kündigung erhalten.“ Ein Kollege im ZDF habe nach interner Kritik außerdem eine Strafversetzung erhalten, berichtet der Journalist.

In der Rolle als Sachverständiger und Mitarbeiter des ZDF sollte er am Donnerstag von den Missständen bei den öffentlichen Sendern berichten. Es geht um den Medienänderungsstaatsvertrag und einen Antrag der FDP-Fraktion mit dem Titel: „Rundfunkbeitrag gegenwärtig stabil halten und perspektivisch deutlich absenken“. Diskutiert wird neben internen Verfehlungen der Öffentlich-Rechtlichen etwa auch über die Sicherheit im Internet, etwa den Jugendschutz auf pornografischen Seiten.

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